Aufruf zum Einspruch gegen den aktuellen Landschaftsrahmenplan des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein RVMO

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Gemeinsamer Einspruch der Bürgerinitiativen proNaturRaum Malsch, BI Lebensraum Schluttenbach e.V. und Runder Tisch Windkraft-Frei-olsheim 

Download Einspruch Landschaftsrahmenplan 2019

Download Stellungnahme Ulrich Bielefeld, Dipl. Landschaftsarchitekt

Informieren Sie sich, Ihre Freunde und Nachbarn und sprechen Sie mit den Gemeinde- und Ortschaftsräten und den Vertretern der politischen Parteien.

Helfen Sie mit, unsere wunderschöne Natur und den Lebensraum unserer wild lebenden Tiere zu bewahren.

Erheben Sie Einspruch!


Download Postkarte für den Einspruch

  • zum Ausdrucken (als DINA4-Blatt falten und in einem Briefumschlag versenden (bitte freimachen)

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Bitte Frist beachten. Montag 29.07.2019 Eingang beim RVMO 

Wer darf Einspruch einlegen: Jeder Bürger, ohne Rücksicht auf das Alter.

Wie ist der Einspruch einzulegen: Der Einspruch kann in Textform abgegeben werden  also beispielsweise per Mail, per Brief, Fax oder mit der Einspruchskarte der BI, die diesem Amstblatt beiliegt. (Weitere  Karten ggbfs. über die BIs anfordern)

Was ist ein Landschaftsrahmenplan? Dieser Plan konkretisiert die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Er zeigt die Erfordernisse und Maßnahmen (auch für die Windkraftplanung) zur Verwirklichung dieser Ziele auf.

Aus diesem Grund muss zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme  unser Landschaft und Natur, einschliesslich des Waldes und unserer Wildlebenden Tiere, insbesondere der Besonders und Streng geschützten Arten, wie Rot-und Schwarzmilan, Wespenbussard, Wander- uund Baumfalken und Störchen erfolgen, die alle bei uns beheimatet sind.

Nun hat der RVMO in vorauseilendem Gehorsam gegenüber den Windkraftplänen der Landesregierung die gesetzliche Vorgabe, zunächst den Landschaftsrahmenplan zu erstellen und (erst) danach in die Windkraftplanung einzusteigen, schlicht missachtet.

Er muss daher befürchten, die anhängigen Klagen gegen seine Windkraftpläne zu verlieren.

Aus diesem Grund wird nun versucht, einen Landschaftsrahmenplan „möglichst geräuscharm“ durchzusetzen, der die rechtswidrige Windkraftplanung quasi im Nachhinein bestätigen soll.

Um den Artenschutz auszuhebeln, wird nun ein LRahmenplan vorgelegt, der vorgibt, es gäbe in unserem Gebiet keine Erkenntnisse über unsere geschützten Arten. Sämtliche Dokumentationen der Bürgerinitiativen und der Behörden über Bruthorste, Lebens-, Jagd-und Ruhegebiete werden ebenso ignoriert wie das Zug-und Rastgeschehen.

Dies gilt ebenfalls für das einzigartige Landschaftsbild mit den unzerschnittenen ruhigen Wäldern, unverstelltem Blick über die Rheinebene und den wunderschönen Streuobstwiesen am Fuß der Hangkante und auf den Plateauflächen. Sie existieren nicht (mehr) in den Augen der Planungsbehörde. Diese Meinung gibt zugleich Auskunft darüber, wie sich die Planungsbehörde unsere Landschaft und Natur  und unsere Heimat nach Verwirklichung Ihrer Windkraftpläne vorstellt. Industriebrachen ohne Tiere, ohne Erholungsraum für die Menschen, dafür „besiedelt“ mit mittlerweile unvorstellbar hohen Windkraftanlagen in Eifelturm-Höhe, lärmend und Nachts in jedes Schlafzimmer blinkend, ohne wirtschaftlichen (Wind-)Ertrag wie das Beispiel Straubenhardt zeigt.

Aus diesem Grund bitten die Bürgerinitiativen BI Lebensraum e.V., ProNaturraum Malsch und Runder Tisch Windkraft Frei-olsheim Einspruch gegen den Landschaftsrahmenplan des RVMO einzulegen, zum Schutz unsere wildlebenden Tiere und unserer Landschaft. PS: Den Planungsstand können Sie auf der Internetseite des RVMO abrufen unter https://www.region-karlsruhe.de/regionalplan/landschaftsrahmenplan/.

Einspruch über diese Postkarte, die dem Amtsblatt Nr. 29 beiliegt und in den umliegenden Ortsteilen verteilt wird. Bitte mit 0,60 € freimachen.

Drei Rotmilan-Nestlinge im Malscher Horst. Foto: Eduard Angele, Sulzbach

Zwei Rotmilan-Nestlinge im Ettlinger Horst. Foto: Bettina Haßler, Ettlingen Slb.

Rotmilan-Junges-B-Hassler

Flügger Jung-Rotmilan aus dem Ettlinger Horst. Noch etwas unsicher auf einem Ast sitzend. Man erkennt sehr schön das gesprenkelte Federkleid des Jungvogels.

Ein Elterntier (etwas versteckt links) und beide Jung-Rotmilane, sitzend auf einem Baum. Das Elterntier fordert immer wieder die jungen Rotmilane auf, zu fliegen. Sie müssen fleißig üben, um den Zug in ihr Winterquartier zu schaffen.

Beide Jungen fliegen momentan noch etwas unbeholfen. Jedoch Ende August / Anfang September werden sie fit und gut genährt ihren Zug ins Winterquartier starten. Die Jungen verlassen, zusammen mit dem Muttertier, zuerst unser Gebiet. Erst etwas später folgen die männlichen Rotmilane.

Ein Inbegriff landschaftlicher Schönheit – die Rückseite des Bergwaldes von Völkersbach – darf diese Landschaft nicht schön sein, weil sie den Windkraftplänen entgegensteht? RVMO bewertet diese Landschaft lediglich mit „mittel“. Foto: Bettina Haßler

*Mit freundlicher Genehmigung der BNN

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