Wahlprüfsteine der BI Schluttenbach e.V. zur Kommunal-, Ortschaftsrats- und Kreistagswahl

Bitte gehen Sie wählen!

Die Partei, die sich aus dem Naturschutz definiert, hat die Fragen zum Naturschutz in Ettlingen nicht beantwortet, trotz Erinnerung!
Man kämpft stattdessen lautstark für den Erhalt des Bruchhausener Erholungswäldchen, BNN vom Sa. 25.05.19, eigentlich lobenswert.
Was die Grünen aber wohl dazu sagen würden, wenn dort Windkraftanlagen gebaut werden sollten, wie auf dem Kreuzelberg…

Ergebnis der Umfrage zu den Wahlprüfsteinen – hier die bisherigen Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten

CDU

SPD

Bündnis 90 / Die Grünen (nachträglich geantwortet am 31.05.2019)

FE / FW Ettlingen

FDP / Bürgerliste

ULi

AfD

Windkraft um jeden Preis?

Acht von zehn Windkraftanlagen werden in Baden-Württemberg mittlerweile in den Wald gestellt. Windkraft hat für Teile der Politik offensichtlich eine so hohe Symbolkraft, dass wirtschaftliche Erwägungen nicht mehr angestellt und die Beeinträchtigungen der Natur ignoriert oder kleingeredet werden.
Unsere Natur und der Lebensraum unserer wildlebenden Tiere und die Gesundheit der Menschen werden blind aufs Spiel gesetzt.
Unsere gewachsene, zusammenhängende Natur- und Kulturlandschaft vom Ettlinger Kreuzelberg über die gesamte Hangkante hinweg bis Malsch und darüber hinaus soll mit gigantischen Stahl-Betontürmen zugebaut und damit für immer zerstört werden.
Die BI setzt sich seit fast zwei Jahrzehnten für den Schutz unseres Naherholungsgebietes, der Natur und der Tiere ein. Sie hat daher Wahlprüfsteine erstellt, die den Wählern eine Orientierung geben sollen.

Wir geben keine Wahlempfehlung ab. Die Haltung und Einstellung der Kandidaten zum Naturschutz vor Ort und ganz konkret zu Windkraftanlagen auf Kreuzelberg und den Hangkanten wollen wir jedoch erfragen, darstellen, gleichzeitig zum Nachdenken anregen und den Wählern und Wählerinnen Entscheidungshilfe geben.

Im Anhang finden Sie unsere Anschreiben und unseren Fragebogen. Die Antworten werden wir zusammengefaßt auf dieser Seite darstellen. Erste Stellungnahmen liegen bereits vor, dafür vielen Dank. Wir berichten.

Download Einleitung zum Fragebogen

Download Fragebogen

In diesem Jahr meine erste Wespenbussard-Sichtung; Baumfalken wieder unterwegs

Soeben, 13:50 Uhr, fotografiert – meine erste Wespenbussard-Sichtung über unserer Hangkante in diesem Jahr – 17-05-2019

Zwei Baumfalken waren unterwegs. 13:57 Uhr, über den Feldern in Schluttenbach und über dem Kreuzelberg von Klaus Haßler fotografiert – 17-05-2019

Ein Schwarzspecht-Männchen, fotografiert am 14-05-2019

Flugkünstler „Mäusebussard“ – 17-05-2019

Realsatire Windkraft in Ettlingen und Baden-Württemberg

Reinhard Schrieber (Vorsitzender der Grünen Gemeinderatsfraktion, Ettlingen):
Fordert Baumsatzung für Ettlingen zum Schutz von Bäumen ab einem Stammumfang von 40 cm bzw. 80 cm und Baumgruppen ab vier Bäumen und den Schutz von vier Platanen im Ettlinger Stadtgebiet..

Gute Bäume, böse Bäume?
Er hat keine Einwände gegen die Abholzung des Kreuzelberges zu Windkraftzwecken (Vorrangfläche von 45 ha + Zuwege und Leitungstrassen). (Siehe Fotos der WKA-Waldrodung in Straubenhardt).

Reinhard-Schrieber

Amtsblatt Ettlingen, 20.08.2018 Reinhard Schrieber hat keine Einwände gegen die Abholzung des Kreuzelberges zu Windkraftzwecken (Vorrangfläche von 45 ha + Zuwege und Leitungstrassen). (Siehe folgende Fotos der Waldrodung in Straubenhardt für WKA).

WKA-Aufstellsituation Wald Straubenhardt (ebenfalls die folgenden Fotos)

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Verbreiterung und Verdichtung der Waldwege – im Wald werden Straßen angelegt

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Minister Franz Untersteller:
Der dauerhafte Flächenbedarf moderner Windenergieanlagen beläuft sich für die Sockelfläche auf ca. 100 qm. Hinzu kommt noch die Fläche für das Fundament… und für die Kranstellfläche… Letztere können später auch für andere Zwecke, z. B. Holzlagerung, genutzt werden.

Quelle: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/erneuerbare-energien/windenergie/faq-windenergie/welchen-flaechenbedarf-haben-windenergieanlagen/

Die Grünen sind für den Erhalt des Regenwaldes im Amazonasgebiet – wir auch, aber zusätzlich für den Erhalt des Kreuzelberges und der Hangkanten. Keine Windkraft in den Wald!

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Insektentod und Windkraft
Das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), Institut für Technische Thermodynamik in Stuttgart hat eine Studie zu Wechselwirkungen von Fluginsekten und Windparks durchgeführt.

https://www.dlr.de/tt/desktopdefault.aspx/tabid-2885/4422_read-53289/

Diese Studie führt zu zwei zentralen Erkenntnissen:

  1. Windkraftanlagen in Deutschland töten in der warmen Jahreszeit (April – Oktober) bis zu 18 Milliarden Insekten pro Tag, dies sind 3,6 Billionen Insekten pro Jahr und entspricht 3.600 Tonnen „Insektenmasse“ pro Jahr. Diese Größenordnung könnte relevant für die Stabilität der gesamten Fluginsektenpopulation sein.
  2. Aufgrund der Verschmutzung der Rotorblätter mit Überresten von Fluginsekten kommt es zu Effizienzverlusten von Windkraftanlagen von bis zu 50%.

Download: Wechselwirkungen von Fluginsekten und Windparks.pdf