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Windkraft versus Vogelschutz – Neue Dokumentationsstelle der Deutschen Wildtierstiftung
Rotmilane geraten besonders oft ins Konfliktfeld zwischen Vogelschutz und Ausbau der Windenergie.
In den letzten Jahren mehrten sich Fälle von Zerstörungen von Großvogelhorsten und Fledermausquartieren, die mutmaßlich, teils nachweislich im Zusammenhang mit Windkraftplanungen standen. Die Deutsche Wildtierstiftung will solche Fälle nun deutschlandweit zusammentragen und dokumentieren. Dabei sollen neben der Häufigkeit solcher Fälle auch die hauptsächlich betroffenen Arten ermittelt werden.
Die Deutsche Wildtier Stiftung ist daher an jeglichen Hinweisen zu bewiesenen Vorfällen dieser Art interessiert. Ein entsprechender Meldebogen kann zum Ausdrucken und Einsenden heruntergeladen werden:

Download Meldebogen-PDF

http://www.deutschewildtierstiftung.de/de/aktuell

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„Mein Einspruch“ – Download als PDF

Bettina Haßler, 76725 Ettlingen-Schluttenbach

Gemeinde Malsch
Bauverwaltung
Hauptstraße 71
76316 Malsch

Ettlingen-Schluttenbach, 20.08.2012

2. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Malsch
– Sachlicher Teilflächennutzungsplan „Windenergie“ –
Hier: Einspruch
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Himmel, sehr geehrte Damen und Herren,
gegen den o.g. Teilflächennutzungsplan lege ich hiermit Einspruch ein.
Zur Begründung trage ich folgendes vor:

Vorbemerkung:
Die direkt betroffenen Bürger Schluttenbachs und Ettlingens wurden über die Standortplanung nicht informiert und nicht in die Bürgerbeteiligung Malsch einbezogen. Bei einer derartigen „Zerstörungsplanung“ mit bis zu zwölf 210 m hohen Anlagen im Wald und/oder in unmittelbarer Nähe menschlicher Siedlung ist dies nicht nachvollziehbar. Dies gilt auch bei einer Planung von achtzehn Anlagen mit bis zu 150 m Höhe.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass Sie, sehr geehrter Herr Bürgermeister und die sehr geehrten Gemeinderäte und Ortschaftsräte über das tatsächliche Ausmaß der Planung und deren maßlosen Eingriff in die Natur und in den Lebensraum der Menschen korrekt unterrichtet waren. Eine solche rücksichtslose Planung legt den Schluss nahe, dass die von der Gemeinde Malsch beauftragten Planer andere Interessen verfolgen als diejenigen der Gemeinde Malsch. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass seitens der Gutachter anstatt der von der Gemeinde Malsch angestrebten Bürgerinformation eine von anderen Überlegungen geleitete „Desinformation“ erfolgte. Dies erklärt auch die Masse an Einsprüchen nach der Offenlegung der Planung. Erst zu diesem Zeitpunkt hatten aufmerksame Bürger, insbesondere von Völkersbach und Schluttenbach die Möglichkeit, durch entsprechende Informationsveranstaltungen die erforderliche „Öffentlichkeit“ herzustellen. Das Verfahren leidet unter dem grundsätzlichen Mangel, dass mit der Planaufstellung eine Firma Südwestwind GmbH (mit-) beauftragt wurde, die nach ihrer eigenen Homepage sich mit der Projektierung und dem Betrieb von Windkraftanlagen beschäftigt. Auf der Homepage dieser Firma findet sich der Hinweis auf die Firma Windreich AG, also ein Investor. Dieser Investor sagt selbst, dass er nur in Großanlagen investiert, also in diejenigen, die für Malsch vom Planungsbüro vorgesehen sind. Weiterhin wird auf die Firma Enercon verwiesen, die bekanntlich die EN 126 herstellt, also genau eine Anlage der Größenklasse, die für Malsch geplant ist. Im Verwaltungsverfahrensgesetz, das nach meinem Wissen auch für die Planaufstellung gilt, ist explizit ausgeführt, dass niemand an einer solchen Planung teilnehmen darf, der daraus einen eigenen Vorteil haben oder Nachteil erleiden könnte. Eine Projekt- und Betreiberfirma als Planer und Gutachter zu benennen, ist meiner Meinung nach politisch und rechtlich nicht korrekt und kann nur dazu führen, das ganze Verfahren vollkommen neu aufzurollen.

Eigene Begründung:

1.
Ich rüge einen Verfahrensfehler, weil eine Projekt- und Betreiberfirma von Windkraftanlagen, im Übrigen ein 3-Mann-Büro nach eigener Homepage, mit der Planung und als Gutachter bestellt wurde.

2.
Ich rüge die absolute Zerstörungsplanung des Naherholungsgebietes, die rein auf maximale und rücksichtslose Windenergienutzung ausgerichtet ist.

3.
Ich rüge die inhumane und menschenfeindliche Planung von optisch bedrängenden, einschüchternden, beklemmenden Anlagen von bis zu 210 m Höhe, deren Wirkung noch verstärkt wird durch die Planung auf den Anhöhen. Diese Anlagen ragen mit über 500 m über die Rheinebene hinaus und zerstören das komplette Landschaftsbild.

4.
Ich rüge die gesundheitsschädigende Wirkung solcher Monsteranlagen auf Mensch und Tier. Schon beim Hinweis, dass solche Anlagen geplant sind, haben viele Bürger, die ich angesprochen habe, oder die ich auf Informationsveranstaltungen getroffen habe, mitgeteilt, wie hoch psychisch belastend und niederschmetternd alleine schon die Planung ist. Die Menschen haben über Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen geklagt. Menschen mit Krankheiten, bspw. Asthma oder Menschen mit Herzproblemen haben mir ihre besondere Anspannung mitgeteilt und schon im Planungsstadium erhebliche gesundheitliche Auswirkungen gezeigt.

5.
Ich rüge den rücksichtslosen Eingriff in die Natur, insbesondere in die Tierwelt, aber auch in die Pflanzenwelt. Ich lebe seit 1996 in Schluttenbach und bin fast täglich mit unserem Hund oder zum Joggen oder mit dem Mountainbike zwischen Schluttenbach, Völkersbach und Freiolsheim unterwegs. Die zwei Haupt-Jogging-Strecken führen mich über Schluttenbach zur Karl-Schöpf-Hütte und von dort im Wald Richtung Völkersbach, bei der Holzlege rechts und dann weiter, bis dieser Waldweg auf die Straße Richtung Malsch trifft. Von dort biege ich rechts ab hoch zum Wasserwerk und treffe etwa am Waldausgang Richtung Völkersbach wieder auf die alte Strecke. Der zweite Weg führt über die Karl-Schöpf-Hütte zum Wasserwerk der Stadtwerke Ettlingen und von dort direkt am geplanten Standort WKA 11 vorbei im Kreis zurück, so dass ich nahe der Karl-Schöpf-Hütte wieder auf den ursprünglichen Weg treffe. Dort sind geschützte Tiere zuhause, bspw. geschützte Raben bzw. Krähenvögel, die in Karlsruhe regelmäßig überwintern. Seit vielen Jahren suchen diese Vögel die Wiesen und abgeernteten Felder zwischen Schluttenbach und Völkersbach auf, um dort Nahrung zu suchen. Das Malscher Fremdenverkehrsamt wirbt selbst damit, dass es hervorragende Nordic-Walking-Routen dort gibt mit seltenen Pflanzen und Tieren.

6.
Ich rüge die Zerstörung der Heimat der Malscher und der Ettlinger, die in dem Planungsgebiet spazieren gehen, Sport treiben, sich erholen und die sauerstoffspendende grüne Lunge genießen. Der Wald über Malsch und Ettlingen ist wunderschön und alleine schon für die Wohnkultur, zum spazieren gehen mit Kindern und Haustieren, zum sozialen Kontakt mit den Mitmenschen, die man dort zahlreich trifft, unverzichtbar. Die Malscher Werbung mit den Nordic-Walking-Strecken hat sehr gute Resonanz gefunden und stärkt auch Tourismus und Hotelerie mit Speisegastronomie. Für ältere Menschen ist der Wald nicht nur Erholungspunkt, sondern auch von erheblicher gesundheitlicher Bedeutung für Psyche, Genesung und Heimatgefühl. Heimat erschöpft sich nicht nur in der sinnlichen Wahrnehmung von Ruhe und Anmut des Waldes und der Flure, sondern und gerade auch in der Erinnerung über das Heranwachsen in einer intakten Umwelt mit Wald, Wiesen und Fluren ohne schädigende Großanlagen und Industriebrachen mitten darin. Man darf keinem Menschen und insbesondere älteren Menschen die Heimat nehmen. Das Gebiet hat aber auch überregionale Bedeutung für die Naherholung. Seit der Diskussion um den Plan habe ich angefangen zu registrieren, wie viel Menschen mir auf den Streifzügen, die ich fast täglich zweifach mit meinem Hund unternehme, begegnen. Alleine am Sonntag, den 19.08.2012, sind mir binnen 30 Minuten Rundweg 15 Besucher begegnet. Konkret von Rimmelsbach kommend, zwei Männer und zwei Frauen, ebenfalls aus dieser Richtung fünf ältere Damen, die ich später auf dem Gegenweg wieder traf. Ein mir bekannter Schluttenbacher Bürger, ein Jogger, ein älteres Ehepaar, ebenfalls von Rimmelsbach kommend, sowie Fahrradfahrer. Außerdem waren mein Mann und ich unterwegs. Also siebzehn Personen allein in 35 Minuten. An den anderen Tagen sind massenweise Nordic-Walker, Spaziergänger, Hundeführer, Reiter, Mountainbiker unterwegs. Dies wird sich schlagartig ändern, denn von Windrad zu Windrad wird niemand walken oder sparzieren gehen noch dazu in abgeholztem Wald. An anderen Tagen sind mir schon in Stundenfrist 25 und mehr Spaziergänger, Walker, Jogger etc. begegnet.

7.
Ich rüge die fehlende Wirtschaftlichkeit der Anlagen. Diese bezieht sich offensichtlich auf eine reine Power-Point-Präsentation der Firma Südwestwind GmbH, ohne rechtliche Verbindlichkeit und ohne Prüfung, bspw. der Erschließung. Die negativen Folgen haben die Planer/Gutachter schlicht „vergessen“. Malsch, das sich insbesondere aus der Einkommensteuer finanziert, wird durch den Wegzug von Bürgern und dem fehlenden Zuzug Geld verlieren. Malsch wird Geld verlieren, weil seine Gewerbetreibenden weniger Häuser bauen und weniger Erhaltungsaufwendungen durchführen können, mangels Aufträgen. Malsch wird Geld verlieren, weil sein guter Ruf als Tourismus und Nordic-Walking-Start zerstört wird. Ausflügler werden von Windkraftanlagen nicht eben angezogen und die Übernachtungen fallen weg.
Der Ausfall an Forstertrag ist nicht berücksichtigt.

Die Erschließungskosten, autobahnähnliche Zufahrt etc. werden nicht einmal ansatzweise berücksichtigt. Völlig außen vor bleibt die Funktion des Waldes als grüne Lunge, der CO2 aufnimmt und Sauerstoff abgibt, aber auch als Wasserspeicher dient.

„Vergessen“ haben die Planer auch die Untersuchung des Baugrundes oder einen Hinweis, wie denn der zu erzeugende Strom abgeleitet wird. Bspw. durch Hochmasten oder durch Bodenleitungen mit Tiefgründung und weiterer Zerstörung von Wald und Flur. Wie viel die Anlagen tatsächlich kosten, ist ebenfalls unbekannt. Die Investitionskosten liegen zwischen € 3.000.000,00 und € 11.000.000,00 (ohne Erschließung), wann soll hier die Verlustzone verlassen werden? Oder kommt es darauf überhaupt nicht an, weil das Geschäft schon gemacht ist, wenn die Anlagen stehen? Es sind dann genügend Beratungs-, Gutachterkosten, Provisionen, Untersuchungs-, Anwaltskosten etc. in Millionenhöhe geflossen. Malsch steht dann vor der Vernichtung seines Naherholungsgebietes und darf sich um den Rückbau der Anlagen kümmern. Die Rückbaugarantie einer GmbH mit € 20.000,00 Stammkapital ist das Papier nicht wert.

Eine ergänzende Begründung bleibt ausdrücklich vorbehalten. Die Gemeinde Malsch hat bereits angedeutet, dass sie die Einsprüche von anderen, unabhängigen Gutachtern prüfen lassen will. Es wird vernünftig sein, das komplette Verfahren neu aufzurollen, um zu einer rechtlich und sachlich korrekten Entscheidung zu kommen. Das bisherige Verfahren hat Wut und Zorn der Bürger hervorgerufen. Jeder Investor muss damit rechnen, dass er auf äußersten Wiederstand stoßen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Bettina Haßler

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Erheben Sie Einspruch!

Vorankündigung

Am Samstag, den 26.01.2013, findet ab 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr eine Unterschriften-Sammelaktion gegen die WKA-Suchplanung des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein, Bereich Malsch, beim Hofladen Hasenhündl, Lange Strasse, statt.

Einspruchsformulare liegen ab Mittwoch, den 16.01.2013 dort für die Bürger und Bürgerinnen bereit.

Ein zusätzliches Informationsschreiben wird in dieser Woche mit dem Amtsblatt an die Haushalte verteilt. Das Muster-Einspruchsformular können Sie auch weiterhin unten als PDF downloaden.
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Gegen die Suchplanung des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein, RVMO.
Achtung: Fristablauf 06.02.2013 Eingang!

Als Dritte Institution – nach der Gemeinde Malsch und dem Nachbarschaftsverband Karlsruhe, NVK – hat auch der RVMO als übergeordnete Planungsbehörde die Suchplanung für WKA-Standorte aufgenommen.
Die Suchstandorte – alle auf Malscher Gemarkung – betreffen mit einem Teil der Suchflächen, nämlich Scheuerberg und Sulzberg, die direkte Schluttenbacher Nachbarschaft.

Die Standorte finden Sie unter der Internetadresse http://www.region-karlsruhe.de/regionalplan/aktuelle-verfahren.html

Die bereits erfolgten Einsprüche gegen die Malscher Planung ersetzen nicht den Einspruch gegen die Suchplanung des Regionalverbands.
Ein weiterer Einspruch ist also dringend erforderlich!
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Ein Muster-Einspruchschreiben finden Sie zum Download hier..
Ein Muster-Einspruchs-Sammelformular für mehrere Unterschriften finden Sie hier…

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Was können Sie als betroffener Ettlinger Bürger sonst noch tun?

  1. Informieren Sie Ihre Nachbarn und Freunde
  2. Schreiben Sie an Herrn Oberbürgermeister Johannes Arnold/Ettlingen; er möge im Rahmen der Abstimmung mit der Gemeinde Malsch sich gegen die dortigen Planungen aussprechen. Er möge aber auch die Ettlinger Planung bezüglich des Standortes “Scheuerberg“ , der Schluttenbach unmittelbar betrifft, streichen
  3. Schreiben Sie an Herrn Bürgermeister Himmel/Malsch, die Planungen zu stoppen
  4.  Schreiben Sie Ihren Vertretern im Ortschaftsrat und Gemeinderat Ihre persönliche Meinung zu dem Vorhaben und fordern Sie diese auf, Einhalt zu gebieten
  5. Schreiben Sie an die Vertreter der politischen Parteien, Ihre/n Abgeordnete/n und fordern Sie diese auf, unsere Natur und Heimat zu erhalten
  6. Schreiben Sie Leserbriefe an Ihre örtlichen Presseorgane
  7. Bringen Sie eigene Ideen, Ihr persönliches Wissen und Ihre Möglichkeiten ein
  8. Schließen Sie sich den Bürgerinitiativen/Vereinigungen in Schluttenbach und Völkersbach an, die sich gegen die Zerstörung unserer Heimat wenden und beteiligen Sie sich an deren Aktionen
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2 Gedanken zu „Downloads

  1. Seit ich davon erfahren habe, kann ich nicht mehr ruhig schlafen. Es ist so eine Bedrohung. Mir tut der Seele weh. Ich bin täglich draußen in der Natur und genieße es. Ich kann mir nicht vorstellen,daß Alles zerstört werden soll. Dafür müssen wir Alle kämpfen. Es geht wieder nur ums Geld. Es verdienen sich ein Paar Firmen eine goldenen Nase. Warum fangen wir nicht an Strom zu sparen?? Wenn jede Kleingemeinde jede Nacht sämtliche Beleuchtung für ein Paar Stunden auschalten würde,würden wir sicherlich soviel mehr Strom sparen als eine WKA produzieren kann!!! Und es kostet nichts. Aber natürlich verdient niemand daran. Wir haben das große Glück in einer wunderschönenen Gegend zu leben, warum sie zerstören?

  2. Am besten man schaltet die öfentlichen Medien Radio u. Fernsehen mit ein. Das die ganze Bevölkerung über diese Planung infomiert wird u. so auch Einspruch einlegen kann.

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