Einsprüche und Stellungnahmen

Brief an OB Florus, Gaggenau – 14.10.12
Herr Markus Horstrup, Waldprechtsweier

Schreiben Windpark Herr OB Florus1 Schreiben Windpark Herr OB Florus2

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Offener Brief und Stellungnahme zum geplanten Windpark Malsch – 05.09.2012
Markus Horstrup

Malsch-Waldprechtsweier

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Himmel, sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderates Malsch, sehr geehrte Mitglieder des Ortschaftsrates Völkersbach, wir alle benötigen ausreichend Strom und können darauf nicht verzichten. Dieser Strom soll natürlich ’sauber‘ sein (!), aber auf Kosten und zu Lasten einer gesamten Region? Die Landesregierung Baden Württemberg hat festgelegt, dass 10 % des Bedarfs an elektrischer Energie aus Wind generiert werden soll. Für mich ist nicht nachvollziehbar und absolut unakzeptabel, dass der geplante Windpark Malsch zu Lasten der Bürger, zu Lasten von Flora und Fauna und zu Lasten des Landschaftsbildes mit bis zu 18 Windkraftanlagen in einer Höhe bis zu 200 Meter und damit bis zur Maximalnutzung geplant ist. Deshalb bin ich mit der 2. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Malsch – Sachlicher Teilflächennutzungsplan „Windenergie“ – nicht einverstanden.Wenn jede Stadt bzw. Gemeinde in Baden Württemberg maximal 10 % ihres Gesamtbedarfs aus Windkraft produzieren würde könnte das Ziel der Landesregierung auch erreicht werden. Dann könnten m. E. die erforderlichen WEA so weit außerhalb der bewohnten Gebiete liegen, dass sämtliche (Wohn-)Bebauung weit außerhalb der 35 dB(A) Linie und vor allem außerhalb der gesundheitsschädigenden Infraschallbelastung liegen. Ein neutrales Gutachten ist hier erforderlich. Das fordere ich hiermit nachdrücklich!Darüber hinaus gibt es m. E. für die Produktion dieser 10 % Windenergie in Baden Württemberg Flächen, die nicht so dicht besiedelt sind, wie die Flächen der Gemeinde Malsch und wo zumindest keine ansässigen Bürger Belastungen und damit gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schäden ausgesetzt sind.Die theoretischen Einnahmen für die Gemeinde, die auf Hochrechnungen der Windhöffigkeit basieren (soweit ich informiert bin hat die Gemeinde keine eigenen Messungen durchführen lassen), stehen m. E. in keinem Verhältnis zum Schaden, den die Gemeinde und die Bürger nehmen. Wenn wegen der Lärmbelastung, der Gesundheitsschäden durch Infraschallbelastung, der Schattenwurfbelastung und der negativen Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes die Bürger aus Malsch und den umliegenden Ortschaften (Völkersbach, Sulzbach, Freiolsheim, Schluttenbach und Schöllbronn) abwandern und eine Zuwanderung durch die negativen Einflüsse der WEA ausbleibt wird die Gemeinde schrumpfen und zunehmend veraltern. Welche der vielen jungen Familien möchte schon, dass ihre Kinder unter solchen Einflüssen aufwachsen müssen? Bitte denken Sie dabei auch an Ihre Kinder.Auch für Gäste, die Naherholung suchen, und für Touristen wird die gesamte Region nicht mehr attraktiv sein und diese Einnahmequelle für Bürger und Gemeinde entfällt. Statt des WEA-Megaprojektes sollte man Maßnahmen und Kampagnen für den Fremdenverkehr und den Tourismus starten, um die Gemeinde weiter zu beleben.Die Wirtschaftlichkeit der Anlagen ist grundsätzlich in Frage zu stellen und durch neutrale Sachverständige unter Berücksichtigung der Schäden, die die Gemeinde erleiden wird, zu prüfen!Nicht zuletzt durch die vermutlich rapide sinkenden Immobilienpreise werden die Bürger der Gemeinde Malsch neben den zu befürchtenden gesundheitlichen Schäden durch die Lärmbelästigung und Infraschallbelastung auch noch wirtschaftlichen Schaden nehmen!Wollen Sie, verehrter Herr Himmel, und Sie verehrte Mitglieder des Gemeinde- und Ortschaftsrates das wirklich? Können Sie das mit Ihrer Pflicht im Amt, der moralischen Verpflichtung der Bürger der Gemeinde und Ihrem Gewissen gegenüber verantworten?Ich fordere Sie, Herr Himmel, und sämtliche Mitglieder des Gemeinderates und des Ortschaftsrates Völkersbach auf, die Interessen der Bürger und des attraktiven Landschaftsbildes mit Flora und Fauna zu vertreten und nicht den Bürgern und der Region zum Schaden ein m. E. total überdimensioniertes Prestigeprojekt durchzuboxen. Stellen Sie nicht wirtschaftliche Interessen vor das Wohlbefinden und das Wohlergehen der Bürger und die Lebensqualität in der Gemeinde! Mit welchem Engagement und mit welchen Maßnahmen werden Sie, Herr Himmel, als höchster Vertreter der Bürgerschaft persönlich die Gemeinde Malsch vor diesem Wahnsinn schützen? Gerne stehe ich, wie sicherlich viele Malscher und Völkersbacher, zu einem persönlichen Gespräch bereit.Warum entscheidet bei einem solchen Megaprojekt die Ortsverwaltung scheinbar über die Köpfe der Bürger, die Sie ja gewählt haben, hinweg? Ich stelle hiermit die Forderung nach einem Bürgerentscheid, in dem, nach einer umfassenden Informations- und Aufklärungskampagne, grundsätzlich die Bürger zustimmen ob bzw. in welchem Umfang ein Windpark gebaut werden soll bevor Sie weitere Planungen vornehmen! Im übrigen möchte ich sämtlichen Punkten der Stellungnahme im Gemeinde Anzeiger Nr. 31 vom 02.08.2012 von Claudia und Tilman Weinreuter aus Malsch-Völkersbach beipflichten!Den Text dieses Briefes werde ich im kommenden Gemeinde Anzeiger veröffentlichen. Eine Veröffentlichung in den BNN ist geplant. Eine Kopie erhält die Bürgerinitiative Bürgerinteressen Völkersbach.Sämtliche Bürger, die diesen offenen Brief lesen, ermutige ich ebenfalls aktiv Stellung zu beziehen und ihre Meinung zu äußern!

Mit freundlichen Grüßen

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