FDP – Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten

Antworten nach Eingangsdatum sortiert

Dr. Martin Keydel

Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion der FDP
und Kandidat für den Gemeinderat bei der Wahl am 26.05.2019

Lieber Herr Haßler,
die FDP, in Ettlingen der FDP-Stadtverband, lehnt Windkraftanlagen an der Hangkante des Schwarwalds und auf dem Kreuzelberg ab.

Gründe dafür beginnen bei der sog. Energiewende, die nicht etwa demokratisch legitimiert ist, wenig überlegt stattgefunden hat und uns heute eine überaus teure und zukünftig weniger verlässliche Energieversorgung bringt.

In Folge wird die Landschaft ohne Rücksicht auf die Bevölkerung verunstaltet, der von den Umweltschützern so wertgeschätzte Wald wird nachhaltig beschädigt. Menschen leiden, die Vögel, die Tiere im Wald, die Insekten ebenso. Nur einige Wenige verdienen wirklich an diesem Geschäftsmodell, der normale Bürger und Stromkunde zahlt.

Zudem wird der Bürger für dumm gehalten. Natürlich hört er den Infraschall nicht, deshalb heißt er so. Das Risiko von Gesundheitsschäden trägt er dennoch. Die bayerische 10h-Regelung ist ein richtiger Schritt, am Ende des Weges sollten die Energieversorgung und -besteuerung überarbeitet worden, also sicher, bezahlbar und umweltfreundlich sein.

Wenn wir das Vogelsterben, das Insektensterben, das Baumsterben beklagen, die Versiegelung von Bodenflächen – wie kann es sein, dass es dennoch Menschen gibt, die sich das Denken verbieten und sich fanatisch für diese Technologie einsetzen? Die nicht bedenken, dass wir bei einer Dunkelflaute und abgeschalteten Kohle- und Kernkraftwerken unseren Strom aus ausländischen Kernkraftwerken beziehen, die nicht vom deutschen TÜV geprüft werden.

Fakt ist, dass die Windkraftanlagen in Summe deutlich weniger Strom liefern als versprochen, dass sie unwirtschaftlich sind. Ein eventueller Rückbau von on-shore-Windkraftanlagen nach deren Lebensdauerende, insbesondere der Ausbau der Fundamente im Wald, ist nicht gewährleistet. Die immer zahlreicher in finanzielle Schieflage geratenden Windkraftanlagenhersteller und -betreiber kündigen eine Krise der Branche an, an deren Ende die Landschaft dauerhaft beschädigt sein wird.
 
Kurzum: der Ettlinger Kreuzelberg, die Hangkante müssen geschützt werden, erhalten bleiben ohne Windkraftanlagen.

Es grüßt Sie herzlich
Martin Keydel