Schützenswerte Waldreviere im Raum Ettlingen

wka-frei

Windräder gehören nicht in Wälder!

Erfahrung eines Jagdpächters bei der Errichtung von Windkraftanlagen im Wald
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Windenergie im Lebensraum Wald
Deutsche Wildtier-Stiftung
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Diese Studie beschreibt das Gefährdungspotenzial windkraftsensibler waldgebundener Arten (v. a. aus den Risikogruppen Vögel/Fledermäuse) durch den Bau und Betrieb von Windenergieanlagen im Wald (WEA). Sie stellt die Bedeutung der Wälder für die Erhaltung der biologischen Vielfalt vor und zeigt auf, dass ein weiterer Ausbau von WEA im Wald einen Eingriff in eine Tabuzone darstellt und nur dann in Ausnahmefällen naturschutzfachlich und –rechtlich vertretbar wäre, wenn dieser mit der Waldschutzkonzeption und den Artenschutzbelangen im Sinne der Erhaltung der Biodiversität bundeseinheitlich in Einklang zu bringen ist.

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Waldohreulen, besonders und streng geschützt, Anhang I der VogelschutzRili, sind in unserem Gebiet sesshaft.

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Ein Schwarzmilan besetzt seinen Stammsitz 13-04-15

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Rotmilan-Zug im November 2014 mit insgesamt 16 Tieren am Hintern Kreuzelberg auf den Schöllbronner Wiesen. Insgesamt zogen im Herbst 2014, zwischen Mitte August und Mitte Dezember, 271 Rotmilane u.v.a.m über die Hangkante zwischen Ettlingen und Malsch. Die Zugvögel nutzen die Wälder und die angrenzenden Streuobstwiesen der Hangkante als Rastplätze und für längere Zwischenstopps. Sie rasten dort und füllen z.B. ihre Nahrungsdepots für den Weiterflug auf. Foto: Bettina Haßler, November 2014

Schützenswerte Waldreviere mit besonders und streng geschützten Vögeln im Raum Ettlingen

Die Wälder, Wiesen und Höhenzüge um Ettlingen, im Norden bis zu den Karlsruher Nachbarn und im Süden bis zur Nachbargemeinde Malsch, zeichnen sich durch ein vielfältiges und artenreiches Tierleben aus. 

Dank der weitgehend naturnahen Waldwirtschaft und unzerschnittener und verbundener Wald- und Naturreviere hat sich über Jahrzehnte hinweg ein für viele Wildtiere attraktiver und teilweise einmaliger Lebensraum erhalten. Der weitgehend geschlossene Wald bietet ungestörte Brutmöglichkeiten, Schutz- und Rückzugsraum und Nahrungsquellen. Auch die zurückhaltende Bebauung und die naturnahe Bewirtschaftung freier Felder, sowie Wiesen mit Streuobstbeständen und die Benjeshecke haben zu einem regelrechten Refugium für viele Tierarten geführt. 

Gehört unser Wald der Windkraftindustrie …?
Wussten Sie schon
, dass allein an unseren heimischen Hangkanten und Streuobstwiesen 1/6 der streng geschützten und europaweit gefährdeten Arten heimisch sind, wie Rotmilan, Schwarzmilan, Weißstorch, Schwarzstorch, Wanderfalke, selbst Baumfalke, Wespenbussard, Schwarzspecht, Grauspecht, Mittelspecht, Habicht, Sperber u.a.?

Wussten Sie schon, dass unsere Region Durchzugsgebiet für Zugvögel ist? Dokumentierte Zugvögel sind Kranich, Kormoran, Kanadagans, Wildgans, Wildschwan, Graureiher, Weißstorch und sogar der Schwarzstorch, Wespenbussard, Rotmilan und der Mäusebussard.
Baden-Württemberg (und Deutschland) haben eine besondere Verantwortung für diese anderweitig sehr selten gewordenen oder bereits nicht mehr vorhandenen Arten. Im europäischen Verbund haben unsere Nachbarn eine entsprechende Verantwortung für dort noch vorkommende bei uns aber fast ausgestorbene Arten. Gesetzlich geregelt ist dies unter anderem in der Vogelschutzrichtlinie 2009/147/EG vom 30.11.2009 und in § 44 BNatSchG.

In der Richtlinie heißt es:
Schutz, Pflege und Wiederherstellung einer ausreichenden Vielfalt und einer ausreichenden Flächengröße der Lebensräume ist für die Erhaltung aller Vogelarten unentbehrlich. Das Töten, Fangen, die absichtliche Zerstörung oder Beschädigung von Nestern oder Eiern ist genauso verboten wie die Verschmutzung oder Beeinträchtigung der Lebensräume (z.B. Dauerkrach, das Verdichten des Bodens, Dauerfahrten von Zementmischern, Fahrten von Wartungsfahrzeugen durch die Habitate, Lärmbelästigungen aller Art, etc.).

Schluttenbach (und unsere gesamte Region) ist weiterhin unmittelbar bedroht!
Die Suchplanungen des Regionalverbandes RVMO und der Gemeinde Malsch dauern an. Sie betreffen unsere Heimat unmittelbar von Scheuerberg 15 min. Fußweg hinter Anwesen Hansenhündl über Sulzberg (beim Rimmelsbacher Hof bis zum Wulzenkopf (nahe Freiolsheim).

Der Standard sind derzeit Anlagen von 210 bis 240 Metern Höhe, das entspricht der 8-fachen Höhe einer Buche. 

Wichtige Links zu den Gesetzen:

Wichtiger Hinweis für alle Bürgerinitiativen: Wir finden und dokumentieren in unserem Gebiet viele der Arten der EU Vogelschutzrichtlinie von 2009 der besonders und streng geschützten Arten, Anhang I. Diese Arten fallen damit auch unter das Bundesnaturschutzgesetz!
Sämtliche Informationen und Fotos werden zu Berichten zusammengestellt und an die zuständigen Behörden geleitet, z.B. an den Regionalverband, die Untere Naturschutzbehörde, an die Landesumweltbehörde und andere Planungstellen etc., zeitgleich.
Wichtig: Falls Sie Unterlagen abgeben, lassen Sie sich die Abgabe der Unterlagen unbedingt quittieren!

Ein besonderes Team ist entstanden: Es haben sich interessierte, sachkundige Bürger aus den Bürgerinitiativen der Hangkanten zusammengetan, um eine eigene hangkanten- und gemeindeübergreifende Artenschutzuntersuchung zu erstellen. Regelmäßige Treffen finden statt, um Erfahrungen auszutauschen, die Beobachtungsplanung zu koordinieren und die Vorgehensweise zu optimieren.

Gemeinsam geplant werden auch weitere Aktionen, z.B. die Zählung der Waldbesucher am 1. Mai 2014, u.a.  mehr dazu…

Vogelbeobachtungen-29-03-14

Vogelbeobachtung live – zeitgleiche Beobachtungsketten zwischen unterschiedlichen Standorten… – 29-03-14; 09.40 Uhr

Vogelbeobachtungen2-29-03-14

…wir dokumentieren alles, was herüber und hinüber fliegt, sitzt, brütet, balzt, Nistmaterial sammelt, etc. – 29-03-14; 09.40 Uhr

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Teampartner aus allen Bürgerinitiativen sind unterwegs (oft auch gemeinsam), hier das Sulzbacher Team bei der Waldbegehung. Die Streuung der Beobachter ermöglicht das zeitgleiche Aufzeichnen/Dokumentieren der Jagdwege und Habitate vor, hinter und über die Hangkanten – 24-02-14

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Lebensraum Schluttenbach in Aktion – 16-08-13 um 6.20 Uhr (morgens) im Wald auf Artensuche. So früh am Morgen trafen wir u.a. auf Fledermäuse am Kirchberg. Herr Johmann und Herr Haßler

Unsere Vorgehensweise motiviert auch andere Bürgerinitiativen, ähnlich zu agieren:

Rotmilan1-Bernd-Clauss-2014-04-13

Im weiteren Umfeld gibt es ebenfalls viele Rotmilane – hier ein Foto unserer Partner-BI aus Engelsbrand. Auch die Engelsbrander BI erstellt ein eigenes Artenschutzgutachten und war bei unserem Workshop dabei. In Engelsbrand umfliegen die Rotmilane den von der Windkraftindustrie aufgestellten Windmessturm… – 13-04-14

Die folgenden Bilder besonders und streng geschützter Arten und noch viele Fotos mehr (mittlerweile ca. 5.000) wurden von Frau Haßler im Bereich Ettlingen und Umgebung geschossen.

Schwarzspecht-Bettina-Hassler

Ein Schwarzspecht bei der Reinigung der Bruthöhle

Schwarzspecht-12-03-14-Bettina-Hassler

Schwarzspecht

Mittelspecht-Bettina-Hassler

Mittelspecht

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Grünspecht-Weibchen

Grauspecht-Bettina-Hassler

Grauspecht

Turmfalke-Bettina-Hassler

Turmfalke

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Turmfalke mit Beute

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Turmfalke mit einer erbeuteten Maus

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Wespenbussard

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Seltener weißer Wespenbussard

Bettina-Hassler-Wespenbussard

Wespenbussard

Ornitho.de bestätigte mir das Foto mit folgender Mail: Es handelt sich ganz sicher um eine adulte männliche Kornweihe. Trotz der geringen Qualität der Fotos lassen sich die typische Struktur der Kornweihe sowie die notwendigen Merkmale erkennen.

Ornitho.de bestätigte mir das Foto mit folgender Mail: Es handelt sich ganz sicher um eine adulte männliche Kornweihe. Trotz der geringen Qualität der Fotos lassen sich die typische Struktur der Kornweihe sowie die notwendigen Merkmale erkennen. Frühjahr 2014

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Eine männliche, adulte Kornweihe überfliegt unsere Hangkante. Herbst 2014

Kornweihe2-14-11-14-Bettina-Hassler

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Baumfalke

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Baumfalke mit Schwalbe, die er manchmal schlägt

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Habicht

Der Sperber gehört zu den besonders und streng gechützten Vogelarten

Sperber

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Sperber

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Rotmilan

Rotmilan6-28-03-14-Bettina-Hassler

Rotmilan

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Unsere Rotmilane sammeln sich für ihren Flug in das Winterquartier im Süden Europas

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Nicht alle Rotmilane ziehen fort in ihre Überwinterungsquartiere. Dieses Rotmilan-Paar wird im November 2014 immer noch im Gebiet gesehen. Herbst 2014

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Schwarzmilan

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Schwarzmilan mit Beute

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Graureiher

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Kormorane

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Kormorane

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Kraniche

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Beringter Storch

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Beringter Storch

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Über Schluttenbach trafen sich viele Störche – auf diesem Foto zählte ich 11 Störche

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In unseren Wäldern gibt es viele Bussarde

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Bussard-Paar – links ein seltener, heller Bussard

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Das Spiel zweier Bussarde über unserem Gebiet

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Nahaufnahme eines Mäusebussards

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Kolkrabe

Kolkrabe1-14-08-23-Bettina-Hassler

Link zu einer Populationsökologische Studien am Kolkraben (Corvus corax): http://www.sascharoesner.de/research/phd-project/

Kolkrabe2-14-08-23-Bettina-Hassler

Der weitgehend unberührte Wald an und über den Hangkanten und die davor-und dahinterliegenden Streuobstwiesen stellen für alle bedrohten, seltenen und windkraftsensiblen Vögel einen bevorzugten Lebensraum dar, den es gilt, zu schützen und zu erhalten!

Siehe auch BNN-14-11-13
Keine Windräder über Wettersbach
Funkfeuer und Greifvogelschutz beenden vagen Plan für Energiepark “Edelberg/Wattkopf
Artikel lesen…

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Die folgenden Seiten enthalten Hinweise und Tipps zur Erfassung und Dokumentation vorkommender besonders und streng geschützte Arten und deren Abbildung, um eine Sekundärquelle zu erzeugen, die unter verschiedenen Aspekten auch in späteren Zeiten noch befragt werden kann.

 weiter…

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