Gesundheit

Anfrage beim Umweltbundesamt zu Abstandswerten bei Windenergieanlagen
Guten Tag,
nach langem Warten hat nun endlich das Umweltbundesamt auf meine Anfrage reagiert.
 Die m. E. etwas ernüchternde Antwort erhalten Sie beigefügt zur Information und ggf. weiteren Verwendung.
Freundliche Grüße
Sent: Thursday, November 01, 2012 11:02 AM
To: markus.horstrup@kabelbw.de
Anfrage: Abstandswerte bei Windenergieanlagen
Sehr geehrter Herr Horstrup,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Bezüglich Ihrer Frage nach pauschalen Abstandswerten beim Bau von Windenergieanlagen in der Nähe von Siedlungsgebieten möchten wir Ihnen hiermit eine Antwort zukommen lassen. Bitte entschuldigen Sie die verspätete Rückmeldung.
Eine Studie der WHO, welche einen pauschalen Abstandswert von 2000 m von Windenergieanlagen zur Wohnbebauung empfiehlt, liegt uns nicht vor. Das Umweltbundesamt spricht sich gegen eine Anwendung pauschaler Höhen- und Abstandsregelungen bei Windenergieanlagen aus und hat bislang keine Forderungen nach universellen Abstandswerten geäußert.
Um den Menschen vor schädlichen Lärmeinwirkungen zu schützen, gibt die Sechste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum BImSchG – die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) – einzuhaltende Immissionsrichtwerte für unterschiedliche Arten der baulichen Nutzung vor. Wie für Schallemissionen aus anderen industriellen Anlagen oder Verkehr bilden die Vorgaben aus der TA Lärm damit auch für Windenergieanlagen eine in der Rechtsprechung anerkannte verbindliche Beurteilungsgrundlage. Je nach Anlagentyp und Schutzanspruch des Gebietes ist auf dieser Grundlage der erforderliche Abstand im Einzelfall im Rahmen einer Schallimmissionsprognose zu berechnen.
Mit freundlichen Grüßen
i.A. Hanno Salecker
Umweltbundesamt | Federal Environment Agency
FG I 2.3 Erneuerbare Energien | Renewable Energies
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau
Tel.: ++49 (0) 340-2103-2800
Fax: ++49 (0) 340-2104-2800
Email: hanno.salecker@uba.de
www.umweltbundesamt.de

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Robert Koch Institut
Infraschall und tieffrequenter Schall.pdf
Link zur Webseite RKI

Anwohner wehren sich gegen Windradgeräusche
Wupp – Wupp – Wupp – bei Tag und bei Nacht

Material zum Thema Infraschall, Lärmbeläsigung, Abstandsregelungen
Infraschall von Windkraftanlagen als Gesundheitsgefahr

Tieffrequenter Lärm von großen Windkraftanlagen
Universität Aalborg 2010

Lärm und Gesundheit
Verschiedenes, zusammengefasst in einem PDF

SINGENER WOCHENBLATT – 21.08.12
Bohlingen: Risiken durch Infraschall
CDU will´s bei der Windkraft genau wissen

Singen-Bohlingen (of). Im Nachgang zur Windkraft-Informationsveranstaltung in Bohlingen hat die CDU-Fraktion im Gemeinderat nun einen Antrag gestellt, laut dem das Thema Infraschall eine stärkere Berücksichtigung zu geben. Dazu gibt es auch landesweit eine verstärkte Diskussion, denn die nicht hörbaren Geräusche mit einer sehr tiefen Frequenz sollen doch nicht zu unterschätzende gesundheitliche Gefahren darstellen, besonders für Menschen mitz Bluthochdruck, Burn-Out-Syndrom, Schwindelgefühlen oder Herz-Kreislauf-Problemen.

Deshalb sei bereits im Vorfeld zur Änderung der Landesgesetze, mit denen die Realisierung von Windkraftanlagen erleichtert werden soll, von Landkreisen und Gemeinden Bedenken eingebracht worden, mit dem Ziel den bisher geforderten Mindestabstand, der im Windenergieerlass mit 700 Meter Abstand zu besiedelten Bereich empfohlen wird, zu erhöhen. Mehrfach werde inzwischen sogar ein Abstand von bis zu 3 Kilometern gefordert, betont Marcus König, der den Antrag für die CDU-Fraktion formulierte. Auch aus naturwissenschaftlicher Sicht werde ein Abstand von 2,5 Kilometern empfohlen, so Marcus König. Andere Untersuchungen forderten einen Mindestabstand vom 10-fachen der Anlagehöhe. Allerdings seien die Einwendungen nicht bis zum Land vorgedrungen.

Bohlingen liegt nach den oben genannten Forderungen damit im Gefahrenbereich, denn bei möglichen Standorten im Bereich Schrotzburg oder Brandweg betrage der Abstand 1.500 bis 2.000 Meter so König. Nach bisherigem Kenntnisstand gebe es Überlegungen, auf dem Rücken des Schienerbergs Anlagen mit einer Höhe von bis zu 190 Metern zu bauen.
Von: Oliver Fiedler

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