Weißstörche und die Nummern auf ihren Ringen

Wenn man Glück hat, ist die Beringung mit der Nummer eines Storches gut zu erkennen. Bei großer Hitze bespritzen Störche ihre Beine mit eigenem Kot, um sich vor der Hitze zu schützen – die Beine sind dann weiß und oftmals ist die Nummer dadurch verdeckt.

Mir gelang es trotzdem, einige der Nummern auf meinen Fotos zu identifizieren und an die Vgelwarte Radolfzell zu senden. Toll finde ich, dass mir daraufhin ein individueller Steckbrief zu jedem Storch zugesendet wurde. Hier ein Beispiel eines Storches, dessen Nummer ich am Ring sehr gut erkennen konnte.

Dieser Weißstorch trägt die Ring-Nummer DER AL 392 und stand (steht), zusammen mit einer größeren Gruppe von 18 Störchen, auf Schluttenbachs Feldern oder um die Hangkante herum auf den Streuobstwiesen. DER steht für Deutschland; er wurde in Deutschland geboren und beringt. Wo genau kann man im Steckbrief erfahren, s. unten.

Hier die Ring-Nummer etwas vergrößert.

Falls auch Sie eine Nummer auf dem Ring ablesen können, bitte Mail an:
Monika Krome, Vogelwarte Radolfzell
krome@ab.mpg.de

Schluttenbachs Neuntöter-Paar hat Nachwuchs

Das Schluttenbacher Neuntöter-Paar hat Nachwuchs. Mindestens 2 Ästlinge konnte ich heute dokumentieren.

Hier sitzt das Neuntöter-Weibchen in der Mitte, zusammen mit zwei Ästlingen.

Ein Neuntöter-Ästling, sitzend auf einem Pfosten.

Neuntöter-Männchen bei der Gefiederpflege.

Das Männchen, sehr aufmerksam bei der Jagd.

Neuntöter-Paar am Feldrand in Schluttenbach

Heute gelang es mir, ein Neuntöter-Paar in Schluttenbach am Feldrand zu dokumentieren.

Ein Neuntöter-Brutpaar am Feldrand in Schluttenbach in der typischen Umgebung.

Hier das Neuntöter-Weibchen mit dem eher schlichten Federkleid: Seine komplette Oberseite ist rostbraun und die Brust grau gefiedert. Typisch ist die Schuppung, bzw. Sperberung, des Brustgefieders beim Weibchen.

Während der männliche Neuntöter einen rotbraunen Rücken hat, ist seine Brust hellrosa gefiedert. Daher auch sein Name Rotrückenwürger. Besonders markant ist der graue Kopf mit einer schwarzen Gesichtsmaske, die direkt an den kurzen dunklen Schnabel anschließt.

Neuntöter-Männchen in der Abendsonne auf Schluttenbachs Feld

Der Neuntöter (Lanius collurio) ist der hierzulande am stärksten verbreitete Vertreter der Familie der Würger (Laniidae), von der es weltweit 64 Arten gibt. Hierzu gehören auch der seit 1987 in Deutschland ausgestorbene Schwarzstirnwürger, der extrem seltene Rotkopfwürger und der noch sporadisch anzutreffende Raubwürger.

Der Neuntöter gehört nach Anhang I der Vogelschutzrichtlinie der EU zu den Europäischen Vogelarten und ist besonders und streng geschützt.

Kennzeichen
Seinen brutal klingenden Namen erhielt der Neuntöter aufgrund seines Beuteverhaltens. Als Nahrungsreserve beziehungsweise zur Bearbeitung spießt er Insekten, kleine Vögel oder Mäuse auf Dornen oder spitze Zweige auf. Ein typisches äußerliches Merkmal dieser Singvögel ist ihr falkenähnlicher Oberschnabel, der wie bei Greifvögeln mit einem so genannten Falkenzahn versehen ist.

Das prächtig gefärbte Männchen des Neuntöters ist vor allem durch seinen auffälligen schwarzen Augenstreif und seinen grauen Oberkopf und Nacken, der sich deutlich von den rostroten Rücken- und Flügelpartien abhebt, leicht erkennbar. Weibchen und Junge sind demgegenüber eher unscheinbar. Beide besitzen einen braunen Augenstreif, einen rostroten Oberkopf und Rücken. Unterseite und Flanken sind hell mit dunkelbraunen Bogenlinien.

Nahrung
Der Neuntöter ernährt sich hauptsächlich von Insekten, vor allem von Käfern, Heuschrecken und Grillen. Gelegentlich frisst er auch Kleinsäuger, zum Beispiel junge Feldmäuse und Jungvögel.

Lebensraum
Der Neuntöter gilt bei uns als Charaktervogel einer halboffenen, reich strukturierten Landschaft. Hier bewohnt er vor allem trockene und sonnige Landstriche mit ausgedehnten Busch- und Heckenbeständen. Auch an buschreichen Waldrändern und in Feldgehölzen trifft man ihn an.

Quelle: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/1985-neuntoeter/index.html

Ein Mäusebussard kreuzte ebenfalls meinen Weg.

Störche in Schluttenbach

Unsere Storch-Population ist offensichtlich stabil. Ich sehe auf meinen ornithologischen Rundgängen ober-und unterhalb der Hangkante zwischen Ettlingen und Malsch täglich viele „Adebare“ auf Nahrungssuche.

Sie sind unterwegs auf den Oberweierer Wiesen, am Malscher Tankgraben und auf den Wiesen in Schluttenbach, Schöllbronn und Spessart. Sie sind regelmäßig in Gruppen unterwegs, wobei ich bis zu 25 Tiere gleichzeitig auf Nahrungssuche beobachten konnte, z. B. im Ettlinger Landschaftschaftsschutzgebiet „Oberes Beierbachtal“. Anbei zwei Fotos der gefiederten Glücksbringer auf einem Feld an der Langen Strasse in Schluttenbach, mit Blick auf den Hinteren Kreuzelberg.

EZB-Urteil des Bundesverfassungsgerichts stärkt (auch) Europäisches Umweltrecht

Rechtsanwalt Dr. Rico Faller weist darauf hin, dass das Urteil auch für das Umweltrecht
relevant ist und eine Stärkung der übergeordneten unionsrechtlichen Vorgaben beinhaltet. Dies betreffe beispielsweise die unionsrechtlichen Regelungen zur Umweltverträglichkeitsprüfung oder zur Vogelschutzrichtlinie, aber auch weitere Konfliktbereiche zwischen dem Deutschen Recht und dem Unionsrecht.

Bitte beachten Sie den nachstehenden Link zur Presseerklärung der Rechtsanwälte Caemmerer und Lenz, Karlsruhe.

Link: https://www.caemmerer-lenz.de/aktuelles-publikationen/karlsruhe-erfurt/das-ezb-urteil-und-das-umweltrecht-1/

Download PDF: CL-EZB-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

VERWALTUNGSGERICHTSHOF (VGH) ENTSCHEIDET ZU WINDKRAFT IM WALD: DIE GENEHMIGUNGSPRAXIS IN BADEN-WÜRTTEMBERG IST RECHTSWIDRIG

CL-Pressemitteilung vom 23.12.2019: Grundlagenentscheidungen des VGH Baden-Württemberg zur Windenergie

Der VGH Baden-Württemberg hat das Bauverbot für die Windparks „Blumberg“ und „Länge“ bestätigt und festgestellt, dass die Vorgaben der Landesregierung BW gegen Umweltrecht verstoßen. Die Anträge des bundesweit anerkannten Umweltverbandes Naturschutzinitiative e.V. (NI) hatten Erfolg.

Caemmerer & Lenz-Link: https://www.caemmerer-lenz.de/aktuelles

VERWALTUNGSGERICHTSHOF (VGH) ENTSCHEIDET ZU WINDKRAFT IM WALD:
DIE GENEHMIGUNGSPRAXIS IN BADEN-WÜRTTEMBERG IST RECHTSWIDRIG
In zwei Beschlüßen vom 17.12.2019 hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) die Genehmigungen zur Umwandlung von Waldflächen (Rodungen) zugunsten der Errichtung und dem Betrieb von Windkraftanlagen auf dem Höhenzug „Länge“ ( 10 S 823/19 südöstlich von Donaueschingen gelegen und 78176 „Blumberg-Riedöschingen“ ( 10 S 566/19 ) für rechtswidrig erklärt.

Es handelt sich um Grundsatzentscheidungen, die die bisherige baden-württem-bergische  Genehmigungspraxis zur Behördenzuständigkeit, zur Beteiligung der Öffentlichkeit und zum Umfang der Prüfungspflicht bei Waldumwandlungen mit Landes- und Bundesrecht für unvereinbar erklären.

Die Beschlüsse betreffen bereits erteilte Genehmigungen ebenso wie derzeit laufende oder künftige Genehmigungsverfahren zur Errichtung und Betrieb von Windkraftanlagen mit Waldumwandlung.

Download Dokumentation der Grundlagenentscheidung als PDF

Rotmilan-Züge entlang der Hangkante – heute konnte ich 89 Rotmilane dokumentieren

Heute dokumentierte ich 89! Rotmilane bei ihrem Zug ins Winterquartier. Unsere Hangkante dient den Tieren als Leitlinie, das konnte einmal mehr bewiesen werden.

Neben vielen Fotos entstand auch ein kleines Video von ziehenden Rotmilanen über den Streuobstwiesen von Schluttenbach und weiter über die Scheuerklamm / Birkenschlag. Man erkennt, dass die Rotmilane in größeren Abständen zueinander unterwegs sind, deshalb ist es auch schwierig, eine komplette Gruppe zusammenhängend zu fotografieren.

Heute überquerte auch ein größerer Rotmilan-Zug mit 20 Tieren den Kreuzelberg. Hier ein Auszug mit 8 ziehenden Rotmilanen über den Wiesen von Schöllbronn in Richtung Birkenschlag / Völkersbach. – 10-10-2019

Hier ein Rotmilan-Nachzügler auf dem Weg in Richtung Birkenschlag. – 10-10-2019

Hier kann man meinen Standort am Kreuzelberg erkennen an den Schildern unten links (Weg zur Benjeshecke in Schöllbronn unterhalb des Kreuzelbergs). Oben kommt gerade einer der ziehenden Rotmilane ins Bild. – 10-10-2019

Heute über dem Kreuzelberg und den Streuobstwiesen in Schluttenbach

Heute waren viele Zugvögel über dem Kreuzelberg und der Hangkante in Richtung Süden unterwegs, u.a. auch mehrere Rotmilan-, Kormoran-, Kranich- und Graureiher-Züge.

Einen Wanderfalken konnte ich ebenfalls dokumentieren.

Ein Wanderfalke jagte an mir vorbei – 06-10-2019

Jagender Wanderfalke über unseren Srteuobstwiesen – 06-10-2019

Graureiher-Formation – 06-10-2019

Ziehende Graureiher über dem Hofladen Hasenhündl – 06-10-2019

Kormoran-Formation über dem Kreuzelberg – 06-10-2019

Dokumentation der Zugvögel

Die Hangkante zwischen Ettlingen und Malsch, mit ihren Streuobstwiesen davor und dahinter, bietet vielen Zugvögeln ein perfektes Rast- und Nahrungshabitat.
Die Zugvögel nutzen auf ihrer Reise in ihre Überwinterungsquartiere die Möglichkeit, hier ihre Nahrungsdepots aufzufüllen, z. B. auf unseren Streuobstwiesen, sie finden hier Schutz und Rastmöglichkeit.
Schon seit mehreren Jahren dokumentieren die Bürgerinitiativen im Umkreis das Rast- und Zuggeschehen zwischen Ettlingen und Malsch.

Steinschmätzer-Weibchen, immer noch auf unseren Streuobstwiesen zu beobachten – 25-09-2019

25-09-2019

Auch ein Braunkehlchen war auf Schluttenbachs Streuobstwiesen unterwegs – 24-09-19

Braunkehlchen – 24-09-2019

Steinschmätzer-Weibchen

Bachstelzen waren heute auch unterwegs auf unseren Streuobstwiesen – 24-09-19

Unsere Streuobstwiesen in Schluttenbach bieten bei näherem Hinschauen interessante, weniger bekannte Arten. Hier ein Steinschmätzer-Weibchen, höchstwahrscheinlich ein Durchzügler, heute Nachmittag, 23-09-19, dokumentiert.

Der Steinschmätzer ist eine der seltensten und am meisten vom Aussterben bedrohten Vogelarten in Deutschland. Er ist ist ein Zugvogel, der in Afrika überwintert und Anfang bis Mitte April nach Europa zurückkehrt.

Erneut Rotmilan-Zug über den Kreuzelberg entlang der Hangkante

Erneut konnte ich heute einen Rotmilan-Zug mit 9 Rotmilanen über den Kreuzelberg dokumentieren, weiterziehend in SW Richtung entlang der Hangkante. Das Foto zeigt einen Auszug mit 5 Rotmilanen.

Nahrungsflug eines Rotmilans

Auf unseren Streuobstwiesen sind einige Spechtarten unterwegs; hier ein Grauspecht-Männchen, heute Vormittag dokumentiert.

Gleicher Baum, anderes Datum (19-09-2019): Ein Grauspecht-Weibchen

Frühaufsteher „Rotkehlchen“

Soll ich, oder soll ich nicht? Rotkehlchen badet – 26-09-2019

Wieder Rotmilane

Heute wieder mehrere Rotmilane über Schluttenbach und dem Kreuzelberg unterwegs. Ein Zug mit 15 Tieren überflog heute Vormittag den Kreuzelberg in südliche Richtung.

Rotmilan02-Bettina-Hassler-21-09-19

Blick auf den Kreuzelberg von Schluttenbach aus

Wahnsinnige Lust am Fliegen zeigen die Mäusebussarde an diesen wunderschönen Tagen. Dieser hier klappt die Flügel ein und stürzt sich hinab…

Auch sehr fotogen, unsere Turmfalken

 

Tolles Flug- und Zugwetter

Einen wunderschönen Rotmilan über Völkersbacher Feldern konnte ich heute dokumentieren.

Drei Schwarzstörche überflogen heute, von Ettlingen kommend, den Kreuzelberg, und flogen weiter in südlicher Richtung. Sieht man auch nicht jeden Tag!

Bei Vergrößerung kann man die drei Schwarzstörche erkennen, gerade über den Kreuzelberg geflogen. Im Hintergrund einige Häuser von Spessart.

Gänsegeier kreiste über Ettlingen-Schluttenbach und Wäldchen „Stechlaub“

Am Sonntag, den 25-08-19, kreiste ein Gänsegeier, kommend über den Birkenschlag / Völkersbach, über Schluttenbach und dem Wäldchen „Stechlaub“. Kaum zu glauben, welche Arten hier unterwegs sind. Leider sind die Fotos gegen die Sonne geschossen, aber „Ornitho“ hilft bei der genauen Bestimmung. Herr Wahl benannte die Art als „Gänsegeier“. Fotos: Bettina Haßler 


Beitrag zum Klimaschutz: Söder will 30 Millionen Bäume pflanzen lassen – Bayern –

Staatsregierung investiertSöder will 30 Millionen Bäume pflanzen lassen
Markus Söder mit Baum

(Foto: dpa)

Markus Söder herzt einen Baum im Hofgarten hinter der bayerischen Staatskanzlei.
  • Um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, will Ministerpräsident Söder 30 Millionen Bäume in den nächsten fünf Jahren in Bayern pflanzen lassen. Das sind fünf Millionen zusätzlich.
  • Die Staatsforsten sollten nicht mehr das Hauptziel haben, mit dem Wald in erster Linie Geld zu verdienen. Stattdessen sollen sie ökologischer ausgerichtet werden.
  • Die Schuldentilgung soll verlangsamt werden. In der FDP, SPD und auch in Teilen der CSU regt sich daher Kritik.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-klimaschutz-baeume-soeder-1.4518938

Neuer Landesentwicklungsplan NRW: Erholung für die Wälder – Keine Windenergie im Wald

12.07.2019 – PRESSEMITTEILUNG

Nordrhein-Westfalen
Naturschutzinitiative e.V. (NI) begrüßt neuen Landesentwicklungsplan NRW
Neuer Landesentwicklungsplan NRW: Erholung für die Wälder – Keine Windenergie im Wald

Der nordrhein-westfälische Landtag hat am 12.07.2019 den neuen Landesentwicklungsplan für Nordrhein/Westfalen beschlossen. Demnach fällt die Privilegierung von Windenergieanlagen im Wald weg.
Zwischen Wohngebieten und Windenergieanlagen wurde ein pauschaler Abstand von 1.500 Metern! festgelegt.

„Wir begrüßen diese Änderungen, da sie einen wichtigen Beitrag zu mehr Natur- und Artenschutz und mehr Klimaschutz in unseren Wäldern leisten“, erklärte Harry Neumann, Landesvorsitzender NRW des anerkannten Umweltverbandes Naturschutzinitiative e.V. (NI).

Aufruf zum Einspruch gegen den aktuellen Landschaftsrahmenplan des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein RVMO

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Gemeinsamer Einspruch der Bürgerinitiativen proNaturRaum Malsch, BI Lebensraum Schluttenbach e.V. und Runder Tisch Windkraft-Frei-olsheim 

Download Einspruch Landschaftsrahmenplan 2019

Download Stellungnahme Ulrich Bielefeld, Dipl. Landschaftsarchitekt

Informieren Sie sich, Ihre Freunde und Nachbarn und sprechen Sie mit den Gemeinde- und Ortschaftsräten und den Vertretern der politischen Parteien.

Helfen Sie mit, unsere wunderschöne Natur und den Lebensraum unserer wild lebenden Tiere zu bewahren.

Erheben Sie Einspruch!


Download Postkarte für den Einspruch

  • zum Ausdrucken (als DINA4-Blatt falten und in einem Briefumschlag versenden (bitte freimachen)

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Bitte Frist beachten. Montag 29.07.2019 Eingang beim RVMO 

Wer darf Einspruch einlegen: Jeder Bürger, ohne Rücksicht auf das Alter.

Wie ist der Einspruch einzulegen: Der Einspruch kann in Textform abgegeben werden  also beispielsweise per Mail, per Brief, Fax oder mit der Einspruchskarte der BI, die diesem Amstblatt beiliegt. (Weitere  Karten ggbfs. über die BIs anfordern)

Was ist ein Landschaftsrahmenplan? Dieser Plan konkretisiert die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Er zeigt die Erfordernisse und Maßnahmen (auch für die Windkraftplanung) zur Verwirklichung dieser Ziele auf.

Aus diesem Grund muss zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme  unser Landschaft und Natur, einschliesslich des Waldes und unserer Wildlebenden Tiere, insbesondere der Besonders und Streng geschützten Arten, wie Rot-und Schwarzmilan, Wespenbussard, Wander- uund Baumfalken und Störchen erfolgen, die alle bei uns beheimatet sind.

Nun hat der RVMO in vorauseilendem Gehorsam gegenüber den Windkraftplänen der Landesregierung die gesetzliche Vorgabe, zunächst den Landschaftsrahmenplan zu erstellen und (erst) danach in die Windkraftplanung einzusteigen, schlicht missachtet.

Er muss daher befürchten, die anhängigen Klagen gegen seine Windkraftpläne zu verlieren.

Aus diesem Grund wird nun versucht, einen Landschaftsrahmenplan „möglichst geräuscharm“ durchzusetzen, der die rechtswidrige Windkraftplanung quasi im Nachhinein bestätigen soll.

Um den Artenschutz auszuhebeln, wird nun ein LRahmenplan vorgelegt, der vorgibt, es gäbe in unserem Gebiet keine Erkenntnisse über unsere geschützten Arten. Sämtliche Dokumentationen der Bürgerinitiativen und der Behörden über Bruthorste, Lebens-, Jagd-und Ruhegebiete werden ebenso ignoriert wie das Zug-und Rastgeschehen.

Dies gilt ebenfalls für das einzigartige Landschaftsbild mit den unzerschnittenen ruhigen Wäldern, unverstelltem Blick über die Rheinebene und den wunderschönen Streuobstwiesen am Fuß der Hangkante und auf den Plateauflächen. Sie existieren nicht (mehr) in den Augen der Planungsbehörde. Diese Meinung gibt zugleich Auskunft darüber, wie sich die Planungsbehörde unsere Landschaft und Natur  und unsere Heimat nach Verwirklichung Ihrer Windkraftpläne vorstellt. Industriebrachen ohne Tiere, ohne Erholungsraum für die Menschen, dafür „besiedelt“ mit mittlerweile unvorstellbar hohen Windkraftanlagen in Eifelturm-Höhe, lärmend und Nachts in jedes Schlafzimmer blinkend, ohne wirtschaftlichen (Wind-)Ertrag wie das Beispiel Straubenhardt zeigt.

Aus diesem Grund bitten die Bürgerinitiativen BI Lebensraum e.V., ProNaturraum Malsch und Runder Tisch Windkraft Frei-olsheim Einspruch gegen den Landschaftsrahmenplan des RVMO einzulegen, zum Schutz unsere wildlebenden Tiere und unserer Landschaft. PS: Den Planungsstand können Sie auf der Internetseite des RVMO abrufen unter https://www.region-karlsruhe.de/regionalplan/landschaftsrahmenplan/.

Einspruch über diese Postkarte, die dem Amtsblatt Nr. 29 beiliegt und in den umliegenden Ortsteilen verteilt wird. Bitte mit 0,60 € freimachen.

Drei Rotmilan-Nestlinge im Malscher Horst. Foto: Eduard Angele, Sulzbach

Zwei Rotmilan-Nestlinge im Ettlinger Horst. Foto: Bettina Haßler, Ettlingen Slb.

Rotmilan-Junges-B-Hassler

Flügger Jung-Rotmilan aus dem Ettlinger Horst. Noch etwas unsicher auf einem Ast sitzend. Man erkennt sehr schön das gesprenkelte Federkleid des Jungvogels.

Ein Elterntier (etwas versteckt links) und beide Jung-Rotmilane, sitzend auf einem Baum. Das Elterntier fordert immer wieder die jungen Rotmilane auf, zu fliegen. Sie müssen fleißig üben, um den Zug in ihr Winterquartier zu schaffen.

Beide Jungen fliegen momentan noch etwas unbeholfen. Jedoch Ende August / Anfang September werden sie fit und gut genährt ihren Zug ins Winterquartier starten. Die Jungen verlassen, zusammen mit dem Muttertier, zuerst unser Gebiet. Erst etwas später folgen die männlichen Rotmilane.

Ein Inbegriff landschaftlicher Schönheit – die Rückseite des Bergwaldes von Völkersbach – darf diese Landschaft nicht schön sein, weil sie den Windkraftplänen entgegensteht? RVMO bewertet diese Landschaft lediglich mit „mittel“. Foto: Bettina Haßler

*Mit freundlicher Genehmigung der BNN

Wahlprüfsteine der BI Schluttenbach e.V. zur Kommunal-, Ortschaftsrats- und Kreistagswahl

Bitte gehen Sie wählen!

Die Partei, die sich aus dem Naturschutz definiert, hat die Fragen zum Naturschutz in Ettlingen nicht beantwortet, trotz Erinnerung!
Man kämpft stattdessen lautstark für den Erhalt des Bruchhausener Erholungswäldchen, BNN vom Sa. 25.05.19, eigentlich lobenswert.
Was die Grünen aber wohl dazu sagen würden, wenn dort Windkraftanlagen gebaut werden sollten, wie auf dem Kreuzelberg…

Ergebnis der Umfrage zu den Wahlprüfsteinen – hier die bisherigen Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten

CDU

SPD

Bündnis 90 / Die Grünen (nachträglich geantwortet am 31.05.2019)

FE / FW Ettlingen

FDP / Bürgerliste

ULi

AfD

Windkraft um jeden Preis?

Acht von zehn Windkraftanlagen werden in Baden-Württemberg mittlerweile in den Wald gestellt. Windkraft hat für Teile der Politik offensichtlich eine so hohe Symbolkraft, dass wirtschaftliche Erwägungen nicht mehr angestellt und die Beeinträchtigungen der Natur ignoriert oder kleingeredet werden.
Unsere Natur und der Lebensraum unserer wildlebenden Tiere und die Gesundheit der Menschen werden blind aufs Spiel gesetzt.
Unsere gewachsene, zusammenhängende Natur- und Kulturlandschaft vom Ettlinger Kreuzelberg über die gesamte Hangkante hinweg bis Malsch und darüber hinaus soll mit gigantischen Stahl-Betontürmen zugebaut und damit für immer zerstört werden.
Die BI setzt sich seit fast zwei Jahrzehnten für den Schutz unseres Naherholungsgebietes, der Natur und der Tiere ein. Sie hat daher Wahlprüfsteine erstellt, die den Wählern eine Orientierung geben sollen.

Wir geben keine Wahlempfehlung ab. Die Haltung und Einstellung der Kandidaten zum Naturschutz vor Ort und ganz konkret zu Windkraftanlagen auf Kreuzelberg und den Hangkanten wollen wir jedoch erfragen, darstellen, gleichzeitig zum Nachdenken anregen und den Wählern und Wählerinnen Entscheidungshilfe geben.

Im Anhang finden Sie unsere Anschreiben und unseren Fragebogen. Die Antworten werden wir zusammengefaßt auf dieser Seite darstellen. Erste Stellungnahmen liegen bereits vor, dafür vielen Dank. Wir berichten.

Download Einleitung zum Fragebogen

Download Fragebogen